„Kultur für alle“ ist für uns ein wichtiger Grundsatz. Dabei verstehen wir Kultur vor allem als eine Möglichkeit zur Reflexion und Bildung sowie zur persönlichen und gesellschaftlichen Weiterentwicklung. Sie ist dabei das Spiegelbild der Gesellschaft und verändert sich mit ihr. Der gleichberechtigte Zugang zu vielfältigen kulturellen Angeboten muss unabhängig von sozialer Herkunft und barrierefrei gewährleistet werden. Ein aufgeschlossenes und breitgefächertes Kulturangebot hilft Grenzen zu überwinden, Ängste und Misstrauen zwischen Menschen aus unterschiedlichen Kulturen abzubauen. Jugendkulturen müssen gegenüber den traditionellen Kulturen als gleichberechtigt betrachtet werden und wenn nötig finanziell gefördert werden.

Jugendliche und junge Erwachsene sind Expert*innen ihrer eigenen Situation, sie können die Lebensbedingungen junger Menschen am Besten beurteilen. Die Senkung des aktiven Wahlalters auf 14 Jahre und des passiven Wahlrechts auf 16 Jahre ist daher, unserer Meinung nach, ein wichtiger Schritt hin zu mehr Jugendbeteiligung.

Jugendliche und junge Erwachsene müssen jedoch noch weitere Möglichkeiten haben, die Politik mitzubestimmen. Auf kommunaler Ebene kann dies durch Jugendgemeinde- oder Jugendstadträte passieren, ähnliche Formate sind auch auf Landesebene notwendig.

Eine frühzeitige Einbindung in demokratische Prozesse und eine altersgerechte Erklärung sowie Demonstration dieser sind für uns von großer Bedeutung. Planspiele wie z.B. „Jugend im Parlament“ befürworten wir daher. Sie müssen weiter ausgebaut und auf allen Ebenen der Politik regelmäßig angeboten werden.